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Alles was ich über mich erzählen könnte, hat die freie Journalistin Denisé Fries in einem Artikel in der “Weilroder Gazette” zusammengefasst (Meinen größten Dank, denn ich finde ihn einfach toll!):
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RIEDELBACH (df). "Das ist Jimmy", sagt Maria Fernandez aus Riedelbach stolz, während sie ihrem Liebling die Mütze liebevoll zurecht zupft und er sie dabei mit seinen großen Kulleraugen anschaut.

"Hier, halten sie mal", meint sie dann und gibt ihren Liebling ohne zu zögern aus der Hand. Eh er sich versieht, wechselt er nicht nur den Arm, der ihn trägt, sondern er wird auch gleich geherzt, gedrückt und ganz genau untersucht: Jeder Zug des lieblichen Gesichts, die Wimpern, das Münd- chen, der Körper, Arme, Beine, die kleinen Füsslein. Jimmy nimmt's gelassen, denn er hat mal wieder eine Eroberung im Sturm gemacht.

Das ist für ihn nichts Neues. Und für Maria Fernandez schon gar nicht. Sie kennt das. Aber eifersüchtig ist sie nicht. Nur hergeben würde sie ihren Schatz niemals. "Puppen, die einen Namen haben, kann ich nicht verkaufen", erläutert sie eher beiläufig. Am liebsten würde sie keine ihrer Puppen jemals verkaufen. Die macht sie nämlich mit viel Liebe zum Detail selbst. Seit vielen Jahren schon, unermüdlich. Die Puppen, sagt sie, seien für sie kleine Kunstwerke, keine sei wie die andere und deshalb sei auch jede ein Unikat.

Meistens habe sie eine genaue Vorstellung davon, wie die Puppe aussehen soll, bevor sie anfängt. Egal, ob die aus Vinyl oder Porzellan ist. Und während sie an ihr arbeitet, baut sie ein ganz enges Verhältnis zu ihr auf. Eigentlich wie zum eigenen Kind, vergleicht sie. Und die eigenen Kinder verkauft man nicht. Allerdings – bei ihrer Kreativität und Schaffenskraft würde ihr dieser Grundsatz wohl bald zum Verhängnis. Also stehen ihre Kreationen in ihrem Laden – Bärchens Puppenecke – in der Hainstraße in Riedelbach zum Verkauf. Wie im Märchenland ist es dort. Zarte Pastellfarben überall, nichts knalliges, sondern Rüschen, Plüsch, schnucklige Accessoires und Spieldosen. Links an der Wand hängen zwei Stangen proppenvoll mit Puppenkleidern.

Als ob man in einem Puppenkaufhaus wäre: Die Regale sind vollgepackt mit Zubehör, Rohlinge liegen dort, feinsäuberlich aufgereiht, auf anderen Regalen stehen Körbe, verziert mit Schleifen und Volants, aus denen watteweiche Schmusehunde und Bärchen von Bukowski gucken. Und Puppen, immer wieder Puppen. Die Vinylpuppen scheinen fast menschlich. Maria Fernandez hat ihnen liebliche Baby-Kleidung angezogen. Und weil sie den Körper nicht nur mit Füllwatte, sondern auch mit Granulat gefüllt habe, könne man die rund 63 Zentimeter großen Puppen sehr gut hinsetzen, erklärt sie und nimmt dabei ein süsses Puppenmädchen und setzt es auf ein kleines Schaukelpferd. "Sehen sie?", fragt sie und die Puppe sitzt wie eine Eins. Was so ansprechend sei an ihren Kreationen, meint sie sofort, das sei nicht nur die Art, wie sie bemalt würden. Auch die von ihr verwendeten Materialien täten ihre Wirkung: von der Echthaar-Perücke über mundgeblasene Glasaugen bis hin zu echter Baby-Kleidung, all das trage zum Gesamtbild bei. Und zur guten Qualität. "Eine Puppe muss immer solange leben, wie man selbst", erläutert sie da. Aber auch die Porzellan-Puppen haben ihr Flair. Drüben in der Ecke stehen zwei Asiatinnen, wunderschön bemalt, mit pechschwarzem Haar und Satin-Kleidern. Daneben lässt ein Porzellan-Mann Afrika wieder aufleben.

Auch das ist Maria Fernandez' Welt: Ethno-Puppen.

Dabei hätte sie sich diese Entwicklung zur Puppenmutter niemals träumen lassen. Kitsch, sagt sie von sich selbst, habe sie schon immer geliebt, rosa Rüschen und Plüsch inklusive. Und gemalt habe sie auch sehr gern. Aber ihre Puppenleidenschaft wurde vor über 20 Jahren in Frankreich geweckt. Dort hatte sie sich in eine Porzellanpuppe verguckt, die sie auch prompt gekauft hat. Damit war der Grundstock für ihr zukünftiges Hobby gelegt, denn wenig später zeigte ihr eine Bekannte in Hamburg, wie Porzellanrohlinge hergestellt werden – seither konnte sie damit nicht mehr aufhören. Und wenn man eine bestimmte Entwicklungsstufe erreicht hat, dann genügt es auch nicht mehr, die Puppe aus vorgegebenen Teilen zusammen zusetzen. Also fing sie an, selbst zu modellieren. Zum Beispiel ihren eigenen Sohn, als der drei Jahre alt war. Erst hat sie eine Form aus Ton entstehen lassen. Davon hat sie dann eine Gipsform gemacht, aus der die Rohlinge später entstehen. Und erlernbar sei die Puppenkunst allemal, erzählt sie. Bei ihr im Laden gibt es CDs und Videos zum Herstellungsvorgang. Oder man besucht einen ihrer Kurse. Diese werden von namhaften Künstlern aus der Puppenwelt gehalten. "Das ist halt meine Welt", erklärt sie mit einer bemerkenswerten Selbstverständlichkeit, "für mich ist das Kunst“. Und ihr Reich, in das sie sich zurückziehen kann.

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